🌸 Zwischen Familie, Verantwortung und sich selbst nicht verlieren
Heute wird uns oft gezeigt, wie wir sein sollten: organisiert, erfolgreich, ausgeglichen, gesund, immer voller Energie und natürlich mit allem im Griff.
Doch das echte Leben sieht anders aus.
Jede Lebensphase bringt ihre eigenen Herausforderungen mit sich. Und vielleicht ist genau das etwas, was wir wieder mehr annehmen dürfen: Es gibt nicht den einen richtigen Weg.
Manche Frauen möchten Karriere machen, andere entscheiden sich stärker für Familie, manche verbinden beides. Wichtig ist nicht, was andere für richtig halten – wichtig ist, dass wir unseren eigenen Weg bewusst gehen.
🌸 Gebraucht zu werden kann etwas Schönes sein
Oft hören wir heute, dass Frauen aufpassen müssen, sich nicht zu sehr für andere aufzugeben.
Natürlich ist es wichtig, sich selbst nicht aus den Augen zu verlieren.
Aber ich glaube auch, dass wir darüber sprechen dürfen, dass es etwas sehr Schönes sein kann, gebraucht zu werden.
Für mich war es eines der schönsten Gefühle zu wissen: Meine Kinder kommen zu mir. Sie brauchen mich. Ich bin wichtig für sie.
Als meine Kinder klein waren, war mein Alltag stark auf ihre Bedürfnisse ausgerichtet. Mein Mann hat viel gearbeitet und die Großeltern wohnten weiter weg. Deshalb war ich diejenige, die im Alltag präsent war.
Und ich habe diese Zeit nicht nur als anstrengend erlebt.
Ich habe es genossen, den Tag so zu planen, dass er zu den Kindern passt. Durch feste Abläufe, ausreichend Schlaf und kleine Pausen hatte auch ich meine Erholungszeiten.
Früher konnte ich den Satz „kleine Kinder, kleine Sorgen – große Kinder, große Sorgen“ nicht richtig verstehen.
Heute kann ich ihn nachvollziehen.
Mit Teenagern sieht der Alltag wieder ganz anders aus. Die Ruhe am Abend um 19 Uhr gibt es nicht mehr. Es wird später gegessen, diskutiert und manchmal brauchen die Kinder genau dann noch meine Aufmerksamkeit, wenn ich eigentlich schon müde bin.
Aber ich habe gelernt: Ich kann nicht erwarten, dass andere für mein Wohlbefinden sorgen.
Meine Kinder sollen sich zu Hause wohlfühlen. Sie sollen wissen, dass sie willkommen sind.
Also frage ich mich immer wieder:
Was kann ich verändern, damit es für mich wieder stimmiger wird?
🌸 Kleine Inseln im Alltag
Selbstfürsorge bedeutet für mich nicht, dass ich immer zuerst kommen muss.
Es bedeutet, dass ich mich selbst auch als Teil der Menschen sehe, um die ich mich kümmere.
Oft sind es die kleinen Dinge:
Ein Kaffee mit meinem Mann beim Bäcker, bei dem wir einfach Zeit füreinander haben.
Ein Spaziergang mit meiner Tochter, bei dem wir bewusst über unseren Tag, unsere Gedanken und Erlebnisse sprechen können.
Früher schlafen gehen, wenn ich merke, dass ich Ruhe brauche.
Manchmal ziehe ich mich abends bewusst zurück. Nicht, weil ich meine Familie nicht um mich haben möchte, sondern weil ich merke: Jetzt brauche ich einen Moment für mich.
Unser Schlafzimmer ist der einzige Raum, in dem abends wirklich Ruhe ist. Dort kann ich mich sammeln und neue Kraft bekommen.
Meine Kinder wissen trotzdem: Wenn etwas ist, können sie zu mir kommen.
Es geht nicht darum, perfekt zu sein. Es geht um kleine Schritte.
Einen Fuß vor den anderen.
🌸 Vergleiche dich nicht mit anderen
Ich glaube, einer der größten Belastungen unserer Zeit ist, dass wir ständig sehen, wie andere leben.
Wir sehen Ausschnitte aus dem Leben anderer Menschen und vergleichen sie mit unserem Alltag.
Aber wir wissen nicht, was hinter den Bildern steckt. Wir kennen nicht die Geschichte, die Herausforderungen oder die Sorgen anderer Menschen.
Deshalb sollten wir weniger vergleichen und weniger urteilen.
Jeder Mensch hat seinen eigenen Weg.
🌿 Auch der Körper darf nicht vergessen werden
Manchmal lohnt es sich auch, genauer hinzuschauen, wenn der Körper Signale sendet.
Auch ich kenne Phasen, in denen ich gemerkt habe: Etwas stimmt nicht.
Über längere Zeit war ich ungewöhnlich müde, obwohl ich viel geschlafen habe. Ich fühlte mich erschöpft und hatte kaum Energie.
Ich habe genauer hingeschaut und nach möglichen Zusammenhängen gesucht. Durch eine HPU-Testung und eine naturheilkundliche Betrachtung meiner Situation bekam ich neue Erkenntnisse.
Mit passenden Maßnahmen und einer gezielten Unterstützung ging es mir wieder deutlich besser.
Diese Erfahrung hat mir erneut gezeigt, wie wichtig es ist, den Menschen ganzheitlich zu betrachten und nicht nur einzelne Beschwerden zu sehen.
🌿 Kleine Gewohnheiten, die mir wichtig sind
Auch kleine Dinge im Alltag haben für mich einen großen Wert.
Zum Beispiel bleibt mein Handy abends außerhalb des Schlafzimmers.
Diese Regel gilt auch für meine Kinder. Auch wenn sie mich manchmal dafür nicht besonders feiern, halte ich daran fest, solange ich kann.
Denn ich bin überzeugt: Schlaf und Erholung sind wichtig für Körper und Seele.
Vielleicht werden sie eines Tages verstehen, warum mir diese Gewohnheit so wichtig war.
🌸 Den eigenen Weg finden
Familie, Verantwortung und die eigenen Bedürfnisse miteinander zu verbinden, ist nicht immer einfach.
Aber vielleicht müssen wir auch nicht alles perfekt machen.
Vielleicht geht es vielmehr darum, immer wieder innezuhalten und sich zu fragen:
Was brauche ich? Was kann ich verändern? Was tut mir und meiner Familie gut?
Jede Lebensphase ist anders.
Die Zeit mit kleinen Kindern kommt nicht zurück. Die Zeit mit Teenagern ist anders. Und irgendwann entsteht wieder mehr Raum für sich selbst.
Für mich bedeutet Balance nicht, alles gleichzeitig zu schaffen.
Balance bedeutet, immer wieder kleine Schritte zu gehen – in die Richtung, die für mich und mein Leben richtig ist.
🌿 In meiner Praxis Naturbalance – Praxis für natürliche Gesundheit in Karlsbad-Spielberg begleite ich Frauen, Kinder und Familien mit Zeit, Ruhe und einem individuellen Blick auf die persönliche Situation.
