🌸 Du machst es nicht falsch – Gedanken über Mutterschaft, Unsicherheit und Vertrauen in den eigenen Weg
Wenn man noch keine Kinder hat und Familien von außen betrachtet, denkt man oft: „Ich würde das später ganz anders machen.“
Man stellt sich vor, wie man alles besser, ruhiger und leichter schaffen würde. Denn in unserer eigenen Vorstellung sieht vieles wunderschön und unkompliziert aus.
Ich erinnere mich noch gut an meine Zeit Anfang zwanzig. Wenn ich eine Mutter mit mehreren kleinen Kindern gesehen habe – ein Kind auf dem Arm, eines im Kinderwagen und vielleicht noch eines daneben – dachte ich manchmal: „Warum sollte man sich das freiwillig antun?“
Ein paar Jahre später war ich selbst genau diese Mutter. Ein Kind auf dem Arm, eines im Kinderwagen und eines an der Hand. Und ich musste schmunzeln, weil ich plötzlich selbst dort stand, wo ich früher nur von außen zugeschaut hatte.
Und heute kann ich sagen: Diese Zeit mit meinen kleinen Kindern war eine der intensivsten und gleichzeitig schönsten Zeiten meines Lebens.
Natürlich gab es schlaflose Nächte, Müdigkeit und Momente, in denen alles zu viel erschien. Aber es gab auch so viele wertvolle Augenblicke, die ich nie vergessen werde.
Was man von außen nicht sieht
Wenn wir andere Familien sehen, sehen wir oft nur die schönen Momente.
Ein Baby, das friedlich im Kinderwagen schläft.
Geschwister, die im Park miteinander spielen.
Eine Familie, die glücklich aussieht.
Aber wir sehen nicht, was dahinter steckt.
Wir sehen nicht die müden Nächte.
Nicht die Sorgen.
Nicht die Gedanken: „Mache ich das richtig?“
Nicht die Unsicherheit, die viele Mütter begleitet.
Vielleicht fühlen wir uns unwohl, weil sich unser Körper nach der Schwangerschaft verändert hat. Vielleicht fragen wir uns, ob wir unserem Kind genug geben. Vielleicht vergleichen wir uns mit anderen und haben das Gefühl, alle anderen schaffen es besser.
Aber die Wahrheit ist: Diese Gedanken haben viele Mütter.
Vielleicht sogar die Mutter, bei der wir denken, dass sie alles perfekt im Griff hat.
Ich hätte mir gewünscht, dass mir jemand sagt: Das ist normal
Als junge Mutter hätte ich mir manchmal gewünscht, dass jemand zu mir sagt:
„Deine Zweifel sind normal. Du machst nicht alles falsch. Du bist nicht alleine.“
Nicht jede Unsicherheit bedeutet, dass wir versagen.
Es bedeutet einfach, dass uns etwas wichtig ist.
Wir wollen gute Mütter sein. Wir wollen unsere Kinder verstehen und ihnen gerecht werden. Natürlich kommen dabei Fragen und Ängste auf.
Und es ist auch in Ordnung, nicht jeden Tag glücklich zu sein.
Es ist in Ordnung, erschöpft zu sein.
Es ist in Ordnung, einen Abend traurig zu sein.
Es ist in Ordnung, sich mit dem Partner oder den Kindern zu streiten.
Es ist in Ordnung, nicht immer alles perfekt zu machen.
Das Leben mit Kindern ist echt. Und echtes Leben besteht nicht nur aus schönen Momenten.
Es gibt nicht den einen richtigen Weg
Gerade als junge Mutter sucht man oft nach Antworten.
Man möchte wissen:
„Was ist richtig?“
„Wie sollte mein Kind schlafen?“
„Was darf ich erlauben?“
„Was sollte ich besser machen?“
Ich kenne das selbst.
Bei meinen ersten Kindern habe ich mir viele Gedanken gemacht, zum Beispiel über das Schlafen im eigenen Bett. Ich habe vieles nach festen Vorstellungen gemacht und versucht, alles richtig zu machen.
Beim dritten Kind war vieles anders. Es hat bei mir geschlafen, ich habe nachts anders reagiert und vieles mehr nach Gefühl gemacht.
Und was ist passiert?
Irgendwann hat auch dieses Kind ganz selbstverständlich den Weg ins eigene Bett gefunden.
Das hat mir gezeigt: Es gibt nicht nur einen richtigen Weg.
Jede Familie ist anders.
Jedes Kind ist anders.
Jede Mutter ist anders.
Was für die eine Familie passt, muss nicht automatisch für die andere passen.
Mehr Gedanken rund um Kinder, Familie und einen bewussten Umgang mit Gesundheit finden Sie auch in meiner Kinderbegleitung.
Vertrauen in sich selbst finden
Auch heute, mit größeren Kindern, merke ich: Man hat nie für alles eine fertige Antwort.
Bei kleinen Kindern kann man noch viel begleiten und beeinflussen. Bei Teenagern wird vieles anders. Man muss lernen loszulassen, Vertrauen zu haben und trotzdem da zu sein.
Und manchmal wünsche ich mir auch heute noch jemanden, der mir sagt:
„Mach es so, dann wird alles gut.“
Aber diese perfekte Antwort gibt es nicht.
Was es gibt, ist Erfahrung. Entwicklung. Lernen.
Wir wachsen mit unseren Aufgaben.
Genau das ist vielleicht eine der größten Herausforderungen im Leben: Nicht alles kontrollieren zu können, sondern mit den Erfahrungen zu wachsen und immer wieder unseren eigenen Weg zu finden.
Was ich heute jungen Müttern sagen möchte
Wenn eine junge Mutter zu mir kommt und mir erzählt, dass sie unsicher ist und das Gefühl hat, alles falsch zu machen, dann möchte ich ihr zuerst sagen:
„Ich verstehe dich. Ich sehe dich. Und es ist normal.“
Du bist nicht alleine mit deinen Gedanken und Sorgen.
Wir alle haben Ängste und Unsicherheiten. Wir alle suchen unseren Weg.
Es geht nicht darum, die perfekte Mutter zu sein.
Es geht darum, aufmerksam zu bleiben, zu lernen und eine Verbindung zu unserem Kind und zu uns selbst zu behalten.
Manchmal sind es nicht die perfekten Antworten, die uns helfen.
Manchmal hilft schon das Wissen:
Ich bin nicht alleine. Ich darf meinem Gefühl vertrauen.
🌿 Begleitung für Frauen und Familien
In meiner Praxis Naturbalance – Praxis für natürliche Gesundheit begleite ich Frauen, Kinder und Familien mit Zeit, Ruhe und einem ganzheitlichen Blick auf die individuelle Situation.
Gerade in Zeiten von Veränderung, Unsicherheit oder besonderen Herausforderungen kann es hilfreich sein, jemanden an seiner Seite zu haben, der zuhört und gemeinsam mit einem nach passenden Wegen sucht.
Mehr über meine Begleitung für Frauen und Familien erfahren Sie hier:
